Habana Vieja

Aktualisiert: 14. Okt 2020

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Havanna´s Altstadt

La Habana Vieja

Die Jahrzehnte lang vernachlässigte Altstadt ist heute die wichtigste Touristenattraktion der kubanischen Hauptstadt. Wo vor wenigen Jahren noch Straßen aufgerissenen waren, flanieren Touristen durch die engen Gassen. In ehemals verfallenen Gebäuden eröffnen neue Geschäfte und Hotels. Mittlerweile liefert eine Vielzahl an pittoresken Plätzen beste Fotomotive. Bei Livemusik werden in liebevoll eingerichteten Lokalen Cuba Libre, Daiquiri und natürlich Mojitos serviert. Wer jedoch tiefer den Stadtteil eintaucht, kann unweit der Hauptplätze noch immer einen Einblick in die früheren Zustände erhalten. Diese Seite gibt einen Überblick über die wichtigsten Informationen und Sehenswürdigkeiten zur Altstadt der kubanischen Hauptstadt.

La Habana Vieja“, wie die Altstadt der kubanischen Hauptstadt genannt wird, blickt auf über 500 Jahre bewegte Geschichte zurück. Gegründet wurde Havanna während der ersten Etappe der Kolonisierung der Insel. Um das Jahr 1500 herum begannen die spanischen Besatzer ausgehend vom Osten Kubas Ortschaften zu errichten. 1514 wurde San Cristobal de La Habana als fünfte und zum damaligen Zeitpunkt westlichste Stadt Kubas gegründet. Der Grundstein wurde jedoch zunächst an der Südküste der Insel gelegt. Wenige Jahre späte, im Jahr 1519, erfolgte jedoch bereits die Verlegung an den heutigen Standort, den die schöne und vor allem sicher Bucht, die ideal für die Nutzung als Naturhafen war, entschied. Im November 2019 wurde daher das 500-jährige Jubiläum der Gründung zelebriert.

Habana Vieja & Capitolio (2019)

Knapp dreieinhalb Jahrhunderte bestand Havanna lediglich aus dem alten Stadtkern, der heute als weltweit größte Kolonialstadt gilt. Ausdruck der Jahrhunderte langen Vergangenheit ist der in der Altstadt vorhandene architektonischen Schatz aus spanischen Barock, Neoklassizismus, Art Déco und natürlich dem spanischen Kolonialstil den Besucher heute in den Gassen und auf den Plätzen bestaunen können.

Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die alte Stadtmauer entfernt und die Stadt begann entsprechend der geografischen Gegebenheiten, vor allem in Richtung Westen, zu expandieren. In der weiteren Entwicklung wurde die Altstadt lange Zeit vernachlässigt. Die geringe Wertschätzung wurde nach der Revolution von der Castro-Regierung beibehalten, die in erster Linie Investitionen für die arme Landbevölkerung tätigte.

Sanierungsmaßnahmen in Havannas Altstadt (2019)

Seit die Altstadt 1982 durch die UNESCO als Weltkulturerbe klassifiziert wurde, begannen erste Sanierungsarbeiten. Trotz des Status des Weltkulturerbes war große Teile des Stadtteils bis vor wenigen Jahren noch stark vernachlässigt. Im Laufe der letzten Dekade sind die Sanierungsmaßnahmen jedoch deutlich vorangeschritten.

Plaza de Armas: La Habana Vieja (Kuba 2019)

Ursächlich für diese positive Dynamik waren staatliche Investitionen, die Privatisierung des Immobilienmarkts und der zunehmende Tourismus. Mittlerweile sind die wichtigsten Plätze und Straßen saniert und erstrahlen in alter Schönheit.

Zudem eröffnen zunehmend neue Bars und Restaurants, die die Attraktivität der Altstadt stärken. Es liegt fast so etwas wie Aufbruch in der Luft im historischen Zentrum Havannas. Abseits der touristischen Sehenswürdigkeiten bleibt der Stadtteil jedoch weiterhin ein gewöhnliches Wohnviertel, dass etwa hunderttausend Bewohner zählt.

Architektur in der Altstadt Havannas

Unweit der zentralen Plätze und Fußgängerzonen leben nicht wenige der Menschen in den alten, schwierigen Verhältnissen. Es lassen sich noch immer Menschen beobachten, die auf den Straßen Wasser abfüllen und mit Kanistern in ihre Unterkünfte transportieren.

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Sehenswürdigkeiten

Wer sich einen vernünftigen Eindruck des historischen Zentrums verschaffen möchte, sollte zur Besichtigung mindestens zwei volle Urlaubstage einplanen. Museumsliebhaber müssen beachten, dass die meisten Museen montags geschlossen haben.

Ausgangspunkt für die meisten Besichtigungen ist die lebendige Fußgängerzone Calle Obispo, die sich über etwa einen Kilometer, vom westlichen bis zum östlichen Ende der Altstadt, erstreckt. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten zählen eine Reihe an historischen Festungsanlagen, Plätzen und Gebäuden. Es gibt aber auch mehrere sehenswerte Museen zu erkunden. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind in folgender Übersicht dargestellt.

Sehenswürdigkeiten im Detail

Wehranlagen
Plätze
Gebäude
Gotteshäuser
Museen
Sonstige
Wehranlagen

El Morro
La Cabaña
Castillo la Punta
Castillo de la Fuerza
El Morro

Das imposante Castillo de los Tres Reyes del Morro (Karte) wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts aus Korallengestein errichtete. Ziel der Anlage war es, den Eingang zur Bucht und somit den Hafen der Stadt zu schützen. Abwehren konnte die Festung mehrere Angriffe von Freibeutern (Franzosen, Holländer und Briten) wurde jedoch 1744 erstmals eingenommen. Heute ist die Anlage Wahrzeichen der Stadt und eine beliebte Touristenattraktion. Die Festungsanlage wurde 1844 um einen 24 m hohen Leuchtturm erweitert. Von Morro genießt man eine atemberaubende Aussicht auf den Malecon und die Stadtteile Habana Vejea, Centro Habana und El Vedado. Wem sich die Möglichkeit bietet, kann von der Anlage einen wunderschönen Sonnenuntergang verfolgen.

 

La Cabaña

Ebenso zum Schutz des Hafenbeckens wurde in der zweiten Hälfte des 18 Jahrhunderts das riesige Castillo de San Carlos de la Cabaña (Karte) errichtet. Die Wehranlage ist etwa zehn Hektar groß und gilt als damit als größte Wehranlage in der Neuen Welt. Sie verlüft oberhalb - auf der gesamten Länge - zur Einfahrt zur Bucht. Auf der Rückseite schützt eine tiefer Graben. Der Zugang zur Anlage ist nur über einen Hängebrücke möglich. Heute wird die Anlage gerne von Einheimischen und Urlaubern besucht. Jeden Abend wird um exakt 9 Uhr durch eine Zeremonie begleitet ein Kanonenschlag abgesetzt. Diese Tradition erinnert an die tägliche Schließung des Hafen. Zu dieser Uhrzeit wurde die Zufahrt zum Hafenbecken mit einer Kette Blockiert. Eine halbe Stunde vor dem Sonnenuntergang lässt sich die malerischen Kulisse Havannas bewundern. Ausländer müssen einen Eintritt von 6 CUC entrichten. Die Kanonenschusszeremonie beginnt 20.45 Uhr und ist im Eintrittspreis enthalten.

Castillo la Punta

Gegenüber des über der Stadt thronenden Morros liegt auf der anderen Seite der Zufahrt zur Bucht die verhältnismäßig kleine Festungsanlage Castillo de San Salvador de la Punta. Diese Anlage ergänzt das gegenüberliegende Morro und sicherte die Zufahrt zur Bucht von der westlichen Seite.  Errichtet wurde die Anlage gegen Ende des 16. Jahrhunderts. Heute beherbergt sie ein Museum. 

Castillo de la Fuerza

Die Entstehungsgeschichte des Castillo de la Fuerza begann in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Im Jahr 1555 nahm der hugenottischer Freibeuter Jacques de Sores die Festung ein und plünderte Havanna. Als Konsequenz dieses Piratenangriffs wurden die anderen Festungsanlagen errichtet. Das Castillo de la Fuerza ist die älteste Wehranlage Havannas und die zweit älteste von Europäern errichtete in der gesamten Neuen Welt. Sie gilt als unverwechselbares Beispiel militärischer Architektur aus der Zeit der spanischen Kolonialzeit in der Karibik. Heute ist in den alten Gemäuern das Waffenmuseum untergebracht.

Plätze

Plaza Vieja
Plaza de Armas
Plaza de la Catedral
Plaza de San Francisco
Parque Central
Parque de la Fraternidad
Plaza del Cristo
Plaza Vieja

Der Plaza Vieja (Karte) ist entgegen seiner Bezeichnung als "Alter Platz" nicht der älteste Platz der Altstadt, sondern wurde im 18. Jahrhundert angelegt. Der Platzt wurde seit den 90er Jahren des vergangen Jahrhunderts mit Unterstützung der UNESCO kontinuierlich saniert. Heute erstrahlt er wieder in seinem alten Glanz. Am Platz befindet sich die Casa de la Cerveza, in welcher man recht preiswert ein selbstgebrautes Bier und kleine Snacks erhält. Zudem gibt es ein staatliches Kaffeehaus, in dem sich nicht nur Kaffee trinken, sonder auch frisch gerösteter kubanischer Kaffee erwerben lässt (ein tolles Mitbringsel). Zudem gibt es an und um den Platzt herum verschieden private Restaurants, die ordentliche, jedoch nicht unbedingt preiswerte Angebote haben. Wer bei einer wunderbaren Aussicht ein Getränk einnehmen möchte, der besucht die Dachterrasse des eleganten Cueto Hotels *Insider-Tipp*.

Plaza de Armas

Der in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts angelegte Plaza de Armas (Karte) ist einer der ältesten Plätze Havannas. Lange Zeit war hier das Zentrum der Stadt. Der Platzt diente als Exerzierplatz der Truppen des spanischen Königs. An der Westseite des schön begrünten Platzes befand sich die barocke Residenz des spanischen Gouverneurs (Palacio de los Capitanes Generales), die heute das Stadtmuseum beherbergt. In der Mitte des Platzes steht eine Staue des kubanischen Freiheitskämpfers Céspedes. An der Ostseite befindet sich ein kleiner neoklassizistischer Tempel aus dem Jahre 1828. Im "el Temple" werden einige der Gemälde und die Urne des französischen Malers Jean Baptiste Vermay ausgestellt, der In Havanna lebte und auch verstarb.

Plaza de la Catedral

Der Plaza de la Catedral (Karte) ist einer der schönsten Plätze der Altstadt. Am Platzt befindet sich die zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtete Bischofskirche. Das auch als Kolumbus-Kathedrale bezeichnet Gotteshaus besticht durch eine Fassade aus Korallenkalk und zwei asymmetrische Türme. Lange Zeit waren hier die sterblichen Überreste von Christoph Kolumbus aufbewahrt worden.

Am südlichen Ende des Platzes befindet sich in einem 1720 errichteten Gebäude, der Casa Bayona, das Museo de Arte Colonial. An der Ostseite des Platzes laden der Palacio del Conde Lombillo und der Palacio del Marqués de Arcos zu einer Besichtigung ein.

Plaza de San Francisco

Der Plaza de San Francisco de Asis (Karte) liegt am östliche Ende der Innenstadt und grenzt an das alte Hafengebäude. Heute dient das Terminal Sierra Maestra lediglich als Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe. In der Mitte des Platzes steht der Brunnen Fuente de los Leones der früher als Trinkwasserquelle diente.

Aufgrund des Hafens war der Platz ein wichtiges Umschlag- und Handels­zentrum. Früher befanden sich an dem Platz auch die zentrale Zollhaus (Aduana) und die kubanische Börse (Lonja del Comercio).

Parque Central

Im Herzen der Innenstadt Havannas, liegt an der Grenze der Stadtteile Habana Vieja und Centro Habana der Parque Central (Karte). Der Platz bildet das Zentrum der alten Innenstadt. Am Platzt liegen fünf große Hotels aber auch das imposante Gran Teatro de la Habana und das Museo Nacional de Bellas Artes an. An der westlichen Seite des Platztes verläuft der Prado. Am Parque Central verkehren auch die Sightsseing- und Touristenbusse zu den Stadtstränden.

Parque de la Fraternidad

Der Park der Brüderlichkeit der amerikanischen Staaten (Karte) fungiert als der wichtigste Verkehrsknotenpunkt Havannas. Von hier fahren Buslinien und Sammeltaxis in alle Himmelsrichtungen. Nachts ist die Anlage ein beliebter Treffpunkt von Homosexuellen. 

Am östlichen Ende des Parks befindet sich die Fuente de la India, ein bildhauerisches Kunstwerk des Genuesen Giuseppe Gaggini. Der aus Carrara-Marmor gefertigte Brunnen wurde 1837 aus Italien importiert. Im Westen grenzt die Anlage an den neoklassizistischen Palacio de Aldama, der gegenwärtig jedoch saniert wird und geschlossen ist.

Angelegt wurde der Park Ende des 19. Jahrhundert. Zum Panamerikanischer Kongress Ende der 1920iger wurde die Anlage umgestaltet. Seither steht der Platzt als Symbol der amerikanische Bruderschaft. Verschiedenen Büsten amerikanischer Unabhängigkeitskämpfer verteilen sich in der Anlage. In der Mitte des Parks befindet sich ein stattlicher Ceiba Baum. Dieser wächst in der Erde anderer lateinamerikanischen Staaten und fungiert als weiteres Symbol der Einheit Lateinamerikas.

Plaza del Cristo

Der Plaza del Cristo (Karte) wurde jahrelang saniert und erstrahlt nun in neuem - alten - Glanz. An dem Platzt gibt es nicht nur WLAN, sondern es eröffneten auch eine Reihe an bei Besuchern beliebten  Lokalen. Namensgeber des Mitte des 17. Jahrhunderts angelegten Platztes ist die am Platzt anliegende 1732 errichtete gleichnamige Kirche.

Gebäude

Bacardi Haus
Gran Teatro
Kapitol
Bacardi Haus

Unweit des Parque Central befindet sich das Edificio Bacardi (Karte). Das imposanten Art Deco Gebäude war das ehemalige Verwaltungsgebäude des Rum-Imperiums der Bacadi Familie. Nach dem Machtübernahme Castros wurde die Bacardi Familie enteignet und der Rum unter der Marke Havana Club vermarktet. Es ist Möglich das Dach des Gebäude zu besuchen. Von dort genießt man eine wunderbaren Blick über Havanna. Bereits die Lobby ist jedoch sehenswert. Der Blick in die Lobby ist frei. Wer auf das Dach möchte zahlt einen CUC Eintritt .

Gran Teatro

Das am Parque Central gelegene Gran Teatro de La Habana ist eines der wichtigsten Theater Kubas. Es ist die Heimstätte des weltbekannten Ballet Nacional de Cuba. Das historische Gebäude beeindruckt bereits mit der markanten neobarocken Fassade. Im Inneren fasst der große Saal bis zu 1500 Personen. Das Theater lässt sich tagsüber besichtigen, besser besucht man jedoch abends eine Veranstaltungen. Ein Besuch ist auch für Nicht-Spanisch-Sprechende ein Erlebnis. Die Karten erwirbt man unkompliziert am Haupteingang. Die Eintrittspreise für Ausländer beginnen bei 30 CUC.

Kapitol

Das Capitolio wurde 1929 als Sitz des kubanischen Parlaments fertiggestellt. Es wurde im Stile des Klassizismus gebaut und orientiert sich am US-amerikanische Kapitol, das insgesamt zwar größer, an seiner höchsten Stelle jedoch etwas niedriger ist. Das Gebäude fungierte bis zur Revolution als Sitzt des Parlaments. Nach jahrelanger Sanierung sind die Arbeiten nun nahezu abgeschlossen. Bereits Anfang 2018 wurde das Kapitol für eröffnet. Besucher können in der bis zur Kuppel 90 Meter hohen zentralen Halle auf dem Boden der Eingangshalle ein in Gold gefassten 24‐karätiger Diamant sehen. Der Diamant wird als „Stern von Cuba“ bezeichnet. Diese Stelle die der Stein markiert, ist der Kilometer Null, von dem alle Entfernungen des kubanischen Straßennetzes gemessen werden. In der Halle befindet sich auch die 12 Meter hohe Bronzestatue "La República".

Gotteshäuser

Kathedralen
Klöster
Kirchen
Kathedralen

Die Kolumbus-Kathedrale ist das wichtigste Gotteshaus der Stadt. Es liegt am gleichnamigen Platz. Sie wurde zu Beginn des 18. Jahrhundert erbaut und zeichnet sich durch die üppig verzierte Fassade aus Korallengestein und ihrer zwei asymmetrischen Türme aus. Der östliche der Türm ist der Glockenturm. Dieser kann bestiegen werden und ermöglicht einen wunderbaren Blick über die Dächer der Altstadt. Ende des 18 Jahrhundert waren die sterblichen Überreste von Christoph Kolumbus aus Santo Domingo hierher gebracht worden, wobei es sich vermutlich nicht um die Knochen des echten Kolumbus gehandelt hatte.

Die unweit des Hafen gelegene Catedral Ortodoxa Nuestra Señora de Kazán gilt als zweitgrößte byzantinische orthodoxe Kirche außerhalb von Russland. Sie ist ein Denkmal der Freundschaft zwischen den Kuba und Russland. Die Kathedrale besitzt sechs Kuppeln von denen zwei vergoldet sind.

Klöster

Das große Convento de Santa Clara liegt etwas versteckt inmitten der Altstadt. Die Anlage lässt sich nur von außen besichtigen.

Das Convento de Belen nimmt einen ganze Block innerhalb der Altstadt ein. Es verfügt zudem über eine historische Torbogen, den Arco de Belén. Dieser diente der Verbindung des Klosters mit dem Krankenhaus des Klosters.

Das Convento de San Francisco de Asis wurde ursprünglich Anfang des 17. Jahrhunderts erbaut. Das Gebäude dominiert die Südseite des Plaza de San Francisco de Asis und erscheint nahezu wie eine Verteidigungsanlage. Der dreigeschossige Turm diente in der Tat bei Angriffen als strategischer Aussichtspunkt. 

 

Kirchen

Die Iglesia del Santo Angel Custodio liegt am westliche Ende der Altstadt, gegenüber des Museums der Revolution. Das Gotteshaus wurde 1672 von Jesuiten auf der leichten Anhöhe Pena Pobre errichtet.

Am südlichen Ende der Altstadt liegt die kleine Iglesia de Paula. Das Gotteshaus zählt zu den Nationaldenkmälern und wurde in den Jahren 1665 bis 1735 erbaut. Mit etwas Glück lässt sich en Blick in das innere der gut erhaltenen und schlichten Kirche werfen.

Die Iglesia de Nuestra Senora de la Merced wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut. Die von außen recht unscheinbare Kirche verfügt über ein imposant verziertes Kirchenschiffe.

Museen

Museum der Revolution
Rum-Museum
Museo Bellas Artes
Museo Nacional de Bellas Artes
Museo de la Ciudad
Weitere
Museum der Revolution

Im ehemaligen Präsidentenpalast befindet sich heute das Revolutionsmuseum, das Museo de la Revolucion (Karte). Die Ausstellung thematisiert die Geschichte des kubanischen Unabhängigkeitkampfes beginnend bei der spanischen Kolonialzeit. Im Garten des Anwesens lässt sich die originale Yacht  - die Granma - besichtigen mit denen Fidel Castro, Ernesto Che Guevara und 80 verbündete  aus Mexiko nach Kuba gekommen waren um das Land zu befreien. Der Eintritt in das Museum beträgt 5 CUC. 

Rum-Museum

Im Museo Ron Havana Club lässt sich ein Einblick in die einzelnen Produktionsschritte des Rums erhalten. Der Eintritt beträgt 7 CUC.

Museo Bellas Artes

Das Museo Nacional de Bellas Artes ist das bedeutendste Kunstmuseum Kubas. Es wurde im Jahre 1913 gegründet und befindet sich seit den 50iger Jahren des vergangen Jahrhunderts im Palacio de Bellas Artes. Das Museums verfügt über eine beachtliche Gemäldesammlung  europäischer Künstler. 

Der Eintritt beträgt 5 CUC. Für 8 CUC lässt sich  ein Kombinationsticket mit dem Museo Nacional de Bellas Artes erwerben.

Museo Nacional de Bellas Artes

Das Museo Nacional de Bellas Artes verfügt über eine umfassende Sammlung kubanischer Künstler. Über aktuelle Ausstellungen gibt die Internetseite des Museums Auskunft.

Der Eintritt beträgt 5 CUC. Kinder bis 12 sind frei. Ein Führer kostet zusätzlich 3 CUC. Im Kombiticket mit dem Museo de Bellas Artes beträgt der Eintritt 8 CUC,

Museo de la Ciudad

Das Museo de la Ciudad (Karte) zählt zu den wichtigeren Museen von Havanna. Das Gebäude mit seinem  sehr schönen Innenhof wurde Ende des 18. Jahrhunderts im Barock-Stil erbaut. Zunächst diente es als Wohnsitz der spanischen Gouverneure, später der amerikanischen Militär-Gouverneure und zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Präsidenten der Republik. Im Anschluss wurde das Gebäude zum Rathaus und später schließlich zum Stadtmuseum umgewandelt. Heute sind in dem Museum das Mobiliar der Epoche, Kunstwerke und Dokumente über die Geschichte Havannas ausgestellt. Der Einritt beträgt 3 CUC.

Weitere

Unweit des Hauptbahnhofs (Karte) befindet sich das Museo Casa Natal de José Martí. Das Museum wurde in dem schlichten Geburtshaus des wichtigsten Nationalhelden Kubas , der Casa Martí, eingerichtet . In dem kleinen Museum lässt sich ein Einblick in das Leben des Schriftstellers und Freiheitskämpfers erhalten. Das Gebäude befindet sich Der Eintritt beträgt 2 CUC.

In der Casa de Africa (Karte) finden man die größte afro-kubanische Ausstellung Havannas. Unter anderem wird die afro-kubanische Santería Religion thematisiert. 

Sonstige

Prado
Cristo de la Habana
Hemmingway Zimmer
Camera obscura
Prado

Der Paseo del Prado ist die wichtigste Flaniermeile in der Innenstadt der Hauptstadt. Die offiziell Paseo de Marti genannte Straße verläuft vom Malecon entlang des Parque Central bis zum Parque de la Fraternidad. Zu beiden Seiten des Prados befinden sich bedeutende Gebäude und große Hotels. Der Prado teilt auch die Stadtteile Habana Vieja und das westlich gelegene jüngere Centro Habana.

Cristo de la Habana

Auf der anderen Seite der Bucht, befindet sich auf einem Hügel erhöht der Cristo de la Habana (Karte). Die knapp dreißig Meter hohe Statue wurde Ende 1958 errichtet. Zwei Wochen spät kamen die Revolutionäre unter der Führung Fidel Castros in die Stadt. Von Fuß des Denkmals hat man einen wunderbaren Ausblick über die Altstadt und weite Teile Havannas. Das Gelände ist frei zugänglich, es gibt keinen Eintritt. Den Cristo erreicht man am einfachsten mit der Fähre (siehe Abschnitt Verkehr).

Hemmingway Zimmer

Das Hotel Ambos Mundos war das Stammhotel von Hemingway. Hier beendete der Nobelpreisträger das Buch "Tod am Nachmittag" (1932) und begann die Romane "Die grünen Hügel Afrikas" (1935) und "Haben und Nichthaben" (1937). Das Zimmer 511, in dem der Literaturnobelpreisträger in den 1930er-Jahren untergebracht war, dient heute als Museumszimmer. Der Eintritt beträgt 5 CUC. 

Camera obscura

Am Plaza Vieja liegt die Camera Obscura (Karte). Wer die Camera Obscura besucht, erhält einen einen guten Überblick über die Stadt. In der Dunkelkammer wird ein Bild der Stadt projiziert. Die Vorführung dauert etwa fünf Minuten. Es kann auch die Terrasse des Gebäudes besucht werden, von welcher man einen herrlichen Blick über die Stadt genießt. Ein Aufzug bringt die Besucher komfortabel in die fünfte Etage. Der Eintritt beträgt 2 CUC.

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Essen & Trinken

Mit den zunehmenden Besucherzahlen haben mittlerweile eine Vielzahl an besseren Restaurants eröffnet. An keinem anderen Ort in Kuba finden sich vergleichbar viele Lokale, die sich an den Bedürfnissen der Touristen ausgerichtet haben. In den meisten Lokalen bekommt man zu europäischen Preisen akzeptables Essen in einem netten Ambiente serviert. Häufig werden Bands eingeladen, die zu Unterhaltung der Gäste musizieren. Anhand der folgenden Übersicht lässt sich ein Eindruck der beliebtesten Angebote erlangen.

Gehoben (€€€)
Mittel (€€)
Einfach (€)
Gehoben (€€€)

Iván y Justo
San Cristobal Restaurant
Iván y Justo

Im Iván y Justo gibt es gutes Essen in angenehmer Atmosphäre. Das Lokal liegt in zentraler Lage unweit der Cinco Esquinas und des Prados (Karte). Hier speisten schon eine Menge bekannter Persönlichkeiten, etwa Naomi Campbell und Paris Hilton. 

San Cristobal Restaurant

Auf dem Dach des Manzana Kempinski Hotels befindet sich das San Cristobal Panorama Restaurant. In dem erstklassigen Restaurant genießt man bei wunderbarer Aussicht. 

Mittel (€€)

Los Nardos
Somos Cuba
5 Esquinas
Los Nardos

Das Los Nardos liegt am Paseo del Prado, nur wenige Meter vom Kapitol entfernt. Bereits zu einer Zeit als es in der Altstadt Havannas kaum Alternativen gab, konnte man in dem staatlichen Restaurant verhältnismäßig gute Essen gehen. Es werden Getränke und Mahlzeiten zu recht moderaten Preisen serviert.

Das Los Nardos ist bei Ausländern und Kubanern gleichermaßen beliebt, daher gibt es häufig lange Warteschlangen. Wer warten möchte, muss sich nach der richtigen Schlange erkundigen, da es in dem selben Gebäude noch zwei weitere staatliche Lokale (El Asturianito & Trofeo) gibt, die allerdings nicht so gut sind.

Somos Cuba

Im Herzen der Altstadt liegt das Somos Cuba Restaurant. Hier lässt sich in kreativ-maroder Atmosphäre typisch kubanisch Essen. Das Restaurant befindet sich in einem Solar, der berüchtigten von vielen verschiedenen Familien bewohnten Wohnhäuser. Man kann dem Koch bei der Arbeit zusehen, denn Küche und Speisesaal befinden sich in selben Raum. Im Somos Cuba essen, ist definitiv eine skurrile Erfahrung. Das Preisniveau ist nicht gering, es entspricht dem üblichen Preisen der Touristenlokale.

5 Esquinas

Bei den 5 Esquinas - den fünf Straßenecken - gibt es ein Reihe an Restaurants. Hier lässt wahlweise sich im Inneren oder auch draußen essen. Etwa in der 5 Esquinas Trattoria (Karte) bekommt man eine Pizza aus dem Steinofen - in Kuba eine wahre Seltenheit.

Einfach (€)

D'Next Bar Cafeteria
El Chanchullero
D'Next Bar Cafeteria

Im D'Next Bar Cafeteria gibt es "typisch kubanische" Gerichte, wie Pizza, Pasta und Hamburger. Auch die Einrichtung modern - eher nach kubanischem Geschmack. Die Preise sind moderat und der Service ordentlich.

El Chanchullero

Nur einen Steinwurf vom El Dany entfernt liegt  das El Chanchullero. Das Lokal ist bei Ausländern ein beliebter Anlaufpunkt, gibt es doch hier gutes - und für das Touristische Stadtzentrum auch recht preiswertes - Essen. Aber auch die Cocktails sind bei den Gästen sehr beliebt. Die Gerichte beginnen bei 5 CUC, Cocktails kosten weniger als 3 CUC. Wer zur falschen Zeit kommt, muss unter Umständen Anstehen.

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Ausgehen & Nachtleben

Während es bis vor wenigen Jahren in der Altstadt kaum Möglichkeiten zum Ausgehen gab, haben mittlerweile eine Reihe an privaten Lokalen eröffnet. Im Zuge dieser Entwicklung gewinnt die Altstadt zunehmend an Attraktivität im Nachtleben der kubanischen Hauptstadt. Trotz dieser Wiederbelebung der Altstadt spielt sich der Großteil des Nachtlebens der kubanischen Hauptstadt weiterhin im neuen Zentrum der Stadt ab. Wer große Partys oder Nachtclubs besuchen möchte, der muss unweigerlich nach Vedado oder Miramar.

Möchte man jedoch eine Bar oder ein Theater besuchen, lässt sich gut in Habana Vieja ausgehen. Beliebt sind etwa die schönen Bars auf den Terrassen der Hotels um den Parque Central. Es gibt kaum einen besseren Ort, um bei einem guten Drink den Sonnenuntergang zu genießen als eine dieser schicken Rooftop-Bars. Die Preise der Getränke sind in diesen exklusiven Lokalitäten recht hoch, sodass sie nahezu ausschließlich von Touristen besucht werden.

Von kubanern wird bis zum späten Abend der Plaza Vieja gerne besucht. Hier gibt es häufig Live-Musik und in der Casa de la Cerveza selbst gebrautes Bier. Am Platz finden sich auch diverse weitere Bars, von denen zwei eine schöne Aussicht auf den Platz bieten.

Am Hafen gibt es eine weitere Casa de la Cerveza, die nett in einer alten Hafenanlage eingerichtet wurde. In dem schönen Ambiente bekommt man neben preiswertem Bier auch ein ordentliches Essen serviert.

Etwas versteckt liegen verschiedene Lokale bei den 5 Esquinas. In der Umgebung der Kreuzung haben verschiedene Bars und Restaurants eröffnet, sodass sich dort wahlweise im Inneren oder auch unter freiem Himmel sitzen lässt. Am kürzlich sanierten Plaza del Cristo haben ebenso verschiedenen neue Lokal eröffnet, die bis spät in der Nacht geöffnet haben und daher besonders bei jüngeren Reisenden beliebt sind.

In der Nähe und entlang der zentralen Fußgängerzone Obispo finden sich ebenso eine Reihe an netten Lokalen. Zu den absoluten Klassikern gehören jedoch die Gaststätten in denen bereist Ernest Hemingway verkehrte (siehe unten).

Wer klassische Musik schätzt, dem sind die Konzerte in der Basílica del Convento de San Francisco de zu empfehlen. Regelmäßig werden an Wochenenden werden im schönen Ambiente der Basilika Konzerte abgehalten. Es gibt es auch Veranstaltungen im Oratorio San Felipe Neri, der Iglesia de Paula und dem Teatro Martí. Nicht zuletzt muss das Gran Teatro de La Habana angeführt werden, das sich genaugenommen jedoch in Centro Habana befindet. Wer etwas Spanisch spricht informiert sich hier über die aktuellen Veranstaltungen.

Einen Überblick über die Ausgehmöglichkeiten gibt folgende Übersicht.

Bars
Theater
Hemingways Spuren
Rooftop Bars
Bars

El Dandy
El Chanchullero
Cafe Cristo
El Dandy

Am Plaza del Cristo liegt die kleine El Dandy Bar. In dem liebevoll eingerichteten Ecklokal gibt es kleinere Speisen und gute Getränke. Zu den Angeboten zählen etwa Tacos, Süßkartoffelpommes und Tapas. 

El Chanchullero

Nur einen Steinwurf vom El Dany entfernt liegt  das El Chanchullero. Das Lokal ist bei Ausländern ein beliebter Anlaufpunkt, gibt es doch hier gutes - und für das Touristische Stadtzentrum auch recht preiswertes - Essen. Aber auch die Cocktails sind bei den Gästen sehr beliebt. Die Gerichte beginnen bei 5 CUC, Cocktails kosten weniger als 3 CUC. Wer zur falschen Zeit kommt, muss unter Umständen Anstehen.

Cafe Cristo

Am Plaza Cristo befindet sich das gleichnamige Cafe. Das Cafe Cristo ist ein beliebter abendlicher Treffpunkt, hier wird häufig bis tief in die Nacht gefeiert. Mit etwas Glück wird in dem kleinen Lokal Live-Musik gespielt.

Theater

Teatro Martí
Teatro Martí

Das einen Steinwurf vom Capitolio gelegene elegante Teatro Martí stammt aus dem Jahr 1882. Es wurde aufwendig saniert. Tagsüber lässt sich das Gebäude besichtigen und es werden auch wieder Veranstaltungen - etwa Konzerte oder Ballett - geboten. Adresse: Calle Dragones # 58 entre Prado y Zulueta.
 

Hemingways Spuren

Bodega del Medio
El Floridita
Hotel Ambos Mundos
Bodega del Medio

Die Bodeguita del Medioist der vermeintliche Geburtsort des Mojitos. Vor der Revolution war das Lokal war bei Schriftstellern, Künstlern und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ein der beliebtesten Treffpunkte der Stadt. Zu den Gästen zählte etwa Errol Flynn, Nat King Cole und Ernst Hemingway. Heute wird die Bar in erster Linie von Touristen besucht. Es herrscht eine urige Atmosphäre mit Regalen voller Flaschen, beschriebenen Wänden mit Plakate und Fotos der berühmten Gäste. Eng gedrängt werden reichlich Mojitos und andere Getränke serviert. Wer hungrig ist, bekommt im gediegenen Hinterraum auch typisch kreolischen Mahlzeiten serviert. Die Preise sind den ausländischen Besuchern angepasst. Geöffnet ist täglich bis Mitternacht.

El Floridita

Einen Steinwurf vom Parque Central liegt - an der Ecke Avenida Bélgica und Calle Obispo - das berühmte El Floridita. Auch diese gemütliche aber elegante Bar & Restaurant  verdankt ihre Bekanntheit Papa Hemingway. Hier soll nicht nur der Daiquiri erfunden worden sein. Heute werden immer noch die weltbesten Daiquiri serviert, diese haben jedoch ihren Preis. Schon Hemingway trank hier seine geliebten Daiquiris. In Erinnerung an den berühmten Gast wird jener Cocktail heute Papa Hemingway genannt. Am Tresen steht eine Bronzestatue Hemingways. In Restaurant werden unter anderem recht teuer Fisch- und Meeresfrüchte serviert. Geöffnet ist täglich bis Mitternacht.

Hotel Ambos Mundos

Das Hotel Ambos Mundos war das Stammhaus von Ernest Hemmingway war. In der großzügig gehaltenen Lobby lässt sich bestens ein Mojito schlürfen, regelmäßig wird dabei auf dem Flüge gespielt. Besuchen lässt sich auch das Restaurant auf dem wunderschönen Dachgarten. Auf der üblicherweise wenig besuchten Terrasse, lässt sich auch nur ein recht preiswertes Getränk einnehmen. Vom Dach des Hotels genießt man einen wunderbaren Blick auf das gesamte historische Zentrum.

Rooftop Bars

Inglaterra Hotel
Manzana Kempinski
Grand Packard
Palacio Cueto
Inglaterra Hotel

Auf dem Dach des am Parque Central gelegenen Inglaterra Hotel (Karte) gibt es eine schöne Terrasse mit Bar. Vom Dach des geschichtsträchtigen Hotels genießt man einen schönen Blick über die Stadt. Bei moderaten Preisen und ungezwungen Ambiente lässt sich eine schöne Zeit verbringen. Der Zugang erfolgt über den Haupteingang des Hauses am Parque Central.

Manzana Kempinski

Auf dem Dach des Luxushotels Manzana Kempinski lässt sich eine der schönste Rooftop Bars in Havanna besuchen. Die Bar verfügt über eine Lounge und einen Pool. Wer jedoch den Pool nutzen möchte, muss einen Tagespass für das SPA erwerben - Kostenpunk 80 CUC. Die Bar ist jedoch frei besuchbar. Bei einem Drink geniest man einen atemberaubenden Blick auf den Parque Central und weite Teile der Innenstadt. Anspruchsvolle Reinsende können im angrenzenden San Cristobal Restaurant speisen.

Grand Packard

Das kürzlich am Anfang des Prados eröffnete Grand Packard Hotel (Karte) verfügt über eine wunderbare Open-Air-Bar. Die elegante Bar bietet ihren Gästen neben einem dekorativen Infinity Pool eine atemberaubenden Aussicht auf die Festungsanlage (Morro), die Zufahrt zur Bucht und den Malecón. Mit etwas Glück kann man ein Schiff bei der Fahr beobachten.

Palacio Cueto

Der am Plaza Vieja gelegene Palacio Cueto (Karte) ist ein echter architektonischer Schatz. Das Gebäude besitzt eine reich verzierte Fassade und erinnert an die expressionistische Architektur, wie sie etwa durch Gaudí in Barcelona umgesetzt wurde. Nach langer Sanierung beherbergt das Gebäude heute ein Hotel. Auf der Dachterrasse lässt sich ein Bar besuchen, von welcher man einen fantastischen Blick über den Plaza Vieja und weite Teile der Altstadt genießt.

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Einkaufen & Souvenirs

Souvenirs bekommt man in vielen kleinen Verkaufsstellen, die sich über die gesamte Altstadt verteilen. Die meisten Geschäfte haben identische oder zumindest ähnliche Produkte und Preise. Ein umfangreicheres Angebot findet man im Almacenes San José, einem großen Souvenirmarkt, der in einem ehemaligen Speicher des Hafens untergebracht wurde.

Selbstversorger finden eine Reihe an Supermärkten. Mehrere Lebensmittelgeschäfte befinden sich in der zentralen Fußgängerzone Calle Obispo, aber auch am Prado gibt es zwei Geschäfte, eines unweit des Saratoga Hotels und eines an der Ecke Prado und Colon. Allerdings ist das Warenangebot auch in der touristischen Altstadt Havannas bestenfalls mäßig. Solle man Produkte nicht finden, kann man nach Centro Habana in den Boulevard San Rafael ausweichen. Eine für kubanische Verhältnisse gute Bäckerei ist das Café Santo Domingo, das am Ende der Fußgängerzone Obispo liegt.

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Unterkünfte

In Habana Vieja gibt es eine Vielzahl an Hotels und Casa Particulares. Bei der Wahl einer Unterkunft sollte man immer die grundlegenden Informationen beachten. Wer in einem Hotel übernachten möchte, dem sei empfohlen nur Häuser der gehobenen Kategorie in Betracht ziehen. Die wichtigsten 5-Sterne-Hotels befinden sich am Prado und dem Parque Central. Zu diesen zählen das Iberostar Grand Packard, das Saratoga und das Luxushotel Manzana de Gomez.

Der kubanische Staat treibt in der Altstadt den Ausbau mehrerer gehobener Hotels voran. Kürzlich hat das Luxushotel Prado y Malecón eröffnet. Etwas versteckt liegen im Herz der Altstadt eine Reihe kleiner und gemütlicher 5-Sterne-Hotels, die sich vor allem für jene Reisende eignen, die etwas Ruhe schätzen.

Wer auf den Komfort eines Hotels verzichten kann, finden eine Vielzahl an Casa Particulares unterschiedlicher Preisklassen. Eine Auswahl an empfehlenswerten Unterkünften entnimmt man der folgenden Übersicht.

Luxus (€€€)
Mittelkalsse (€€)
Einfache Kategorie (€)
Luxus (€€€)

Hotel Saratoga
Iberostar Parque Central
Manzana Kempinski
Grand Hotel Packard
Santa Isabel
Hotel Saratoga

Das Hotel Saratoga liegt in absoluter Bestlage nur einen Steinwurf vom Kapitol entfernt. Die gesamte Innenstadt lässt bequem zu Fuß erreichen. Es gibt kostenloses WLAN, ein Fitnesscenter, einen Pool und eine Bar auf der Dachterrasse mit fantastischem Ausblick. 

Iberostar Parque Central

Das fünf Sterne Hotel Iberostar Parque Central liegt am nördlichen Ende des Parque Central. Das Hotel verfügt über ein Fitnessstudio und einen recht großen Pool auf der Dachterrasse.  

Manzana Kempinski

Mehr Luxus als im Gran Hotel Manzana Kempinski ist in Kuba nicht zu finden. Das knapp 250 Zimmer zählende Haus liegt unmittelbar am Parque Central. Auf der Dachterrasse gibt es einen Pool und eine Bar, die allerdings auch für Nicht-Hotelgäste zugänglich ist. WLAN ist kostenlos. Preise beginnen bei knapp 300€ die Nacht.

Grand Hotel Packard

Das kürzlich eröffnete 5-Sterne Haus Iberostar Grand Hotel Packard liegt am Beginn des Prados, nur einen Steinwurf vom Malecón entfernt. Es verfügt über zwei Pools, einer ist ein großer Außenpool mit einem atemberaubenden Blick auf die Festungsanlagen und die Zufahrt zur Bucht. Ein weiterer Pluspunkt ist kostenloses W-LAN.

Santa Isabel

Wer es historisch und ruhig mag ist im Habaguanex Santa Isabel richtig untergebracht. Das Hotel liegt inmitten der verkehrsberuhigten Altstadt. Vom teils hektischen Treiben in dem Gebiet um den Parque Central ist hier nichts zu spüren. Zudem überzeugt das Haus durch das geschichtsträchtige Gebäude und mit schön eingerichteten Zimmern.

Mittelkalsse (€€)

Convento Las Brigidinas
Armadores de Santander
Palacio del Marques
Hotel Sevilla
Hotel Sevilla
Convento Las Brigidinas

Wer eine etwas besondere Unterkunft sucht, sollte sich das Convento Las Brigidinas anschauen. Das Kloster vermietet preiswerte Zimmer in bester Altstadtlage. Die Schwestern kümmern sich liebevoll  um die ihre Schäfchen.  
 

Armadores de Santander
Palacio del Marques
Hotel Sevilla
Hotel Sevilla

Einfache Kategorie (€)

Casa David
Casa David

Die Casa David liegt in zentraler Lage zwischen dem Hauptbahnhof und dem Kapitol. Sie verfügt über einfache aber saubere und liebevoll eingerichtete Zimmer. Als Extra gibt es eine große Dachterrasse auf der man sein Frühstück einnehmen kann und dabei den wunderbaren Blick über die Stadt genießt. Der Eigentümer hat lange Zeit in Deutschland gelebt und sprich hervorragend Deutsch.  

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Verkehr

Die wichtigsten Straßen und Plätze lassen sich auf einem ausgedehnten Spaziergang zu Fuß erkunden. Taxis, Sightseeingbusse und Oldtimer für die beliebten Stadtrundfahrten warten am Parque Central. Der reguläre Personennahverkehr, wie Stadtbusse und Sammeltaxis, verkehren hingegen am Parque de la Fraternidad.

Wer auf die andere Seite der Bucht möchte, etwa um dort die Christus-Statue oder die beiden Festungsanlagen zu besichtigen, kommt mit der Fähre nach Casa Blanca. Die Fähre legt am neuen Bootsanleger (Lanchita de Casablanca) ab. Dieser befindet sich unweit des alten am Parque Aracelo Iglesias. 

Eine Fahrt kostet einen Peso (CUP). Von Bootsanlger Casa Blanca geht man zu Fuß - am schnellsten über die etwas versteckt gelegene Treppe - hinauf zum Cristo (5min). Wer möchte, kann von dort in etwa 10 Minuten weiter zur Festung La Cabaña laufen.

Am Rande der Altstadt befindet sich auch der Hauptbahnhof Havannas, der Ausgangspunkt der wichtigsten Eisenbahnverbindung in den Osten der Insel. Er lässt sich aus den meisten Gebieten des historischen Zentrums in etwa einer halben Stunde zu Fuß erreichen.

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