Klima & Beste Reisezeit

Aktualisiert: 23. Okt 2020

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Planung der Kubareise

Klima & Reisezeit

Kuba liegt am nördlichen Rand der Tropen und weist somit ein warmes, wechselfeuchtes Klima auf. Das Land zählt 330 Sonnentage im Jahr, wobei besonders die Sommermonate heiß und feucht sind. Die beste Jahreszeit für Rundreisen sind die weniger warmen und trockenen Wintermonate. Besonders im Nordwesten kommt es im Winter regelmäßig zu verhältnismäßig kalten Perioden. Reisende sollten zudem unbedingt beachten, dass die UV-Strahlung das gesamte Jahr hoch bis extrem ist.

Die meiste Zeit des Jahres sind die Temperaturen in ganz Kuba angenehm bis hoch. Entsprechend der subtropischen Klimazone ist auch die Luftfeuchtigkeit hoch bis sehr hoch. Im Jahresdurchschnitt liegt die Temperatur bei etwa 25°C bei einer Luftfeuchtigkeit von über 70%. Wobei die Temperaturen im Südosten der Insel meistens etwas höher sind. In Santiago de Cuba ist es nicht selten einige Grad wärmer als in Havanna. Im äußersten Südosten (in den Bergen um Santiago und in Baracoa) fällt auch mehr Regen als im Rest des Landes. Das Ergebnis des vermehrten Niederschlags in diesen Regionen ist eine besonders potente tropische Vegetation.

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Temperaturen & Luftfeuchtigkeit: »mucho calor!«

Während es in Nordeuropa die Winter sind, die weithin als die weniger angenehme Jahreszeit betrachtet werden, ist es in Kuba der Sommer. Besonders während der Monate Mai bis Oktober ist es häufig unerträglich heiß und feucht. Das Thermometer fällt tagsüber praktisch nie unter 30, steigt aber nicht selten auf 35 Grad. Zumindest in den Städten wird es dann extrem heiß wobei auch die Nächte bringen nur wenig Abkühlung bringen. Zu dieser Zeit bewegt sich die Luftfeuchtigkeit meistens in einem Bereich von 90 bis 95%, sodass die Menschen unter der Hitze leiden. Fast täglich heißt es dann: 'mucho calor' - welche Hitze!

Der kubanische Winter ist für nordeuropäische Verhältnisse meistens angenehm warm und auch die Luftfeuchtigkeit ist deutlich geringer als im Sommer. Kühlere Tage kommen besonders im Dezember und Januar, manchmal aber auch noch im Februar vor. In der Regel beschränken sich die Kälteperioden jedoch auf wenige Tage. Kommt eine Kaltfront (siehe unten), kann das Thermometer tagsüber auf 15 Grad und Nachts gar in den einstelligen Bereich fallen.

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Wassertemperatur

Die Wassertemperatur ist für europäische Verhältnisse ganzjährig warm, sie fällt nicht unter 24 und erreicht in der Spitze gar 29 Grad. Baden - genauer das Verlassen des Wassers - kann an kalten Wintertagen jedoch auch nach europäischen Standards ungemütlich werden. Hat man im Winter kein Glück und erwischt eine längere Kaltfront, ist es durchaus möglich, dass man zehn Tage am Stück kaum baden kann (siehe Kaltfront). Da Kubanern die Winter generell zu kalt sind, besuchen sie die Strände fast ausschließlich im Sommer. Die Nordküste grenzt an den Atlantik, in Westkuba dort, wo das warme Wasser aus dem Golf von Mexiko durch die Floridastraße in Richtung Europa strömt. An der Südküste liegt das karibische Meer, das nicht nur ruhiger, sondern auch etwas wärmer ist.

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Beste Reisezeit

Unter Berücksichtigung der umrissenen klimatischen Gegebenheiten bieten sich die Wintermonate in erster Linie für Rundreisen und die Sommermonate für Badeurlaube an. Rundreisen sind natürlich auch zur Sommerzeit möglich, können jedoch sehr anstrengend sein, da nicht nur die Temperaturen hoch sind, sondern eben auch die Luftfeuchtigkeit, sodass Schweißausbrüche unvermeidlich sind. Zudem regnet es im Sommer häufiger, denn es ist Regenzeit (siehe Regenzeit) und auch die starke Sonne sollte bedacht werden.

Im Sommer muss mit einer außergewöhnlich hohen UV-Strahlung gerechnet werden. Der nördliche Sonnenwendekreis verläuft ziemlich exakt durch Havanna. Der UV-Index weist für Kuba Werte bis zu 12 aus, wobei der Definition der Weltgesundheitsorganisation entsprechend, Werte über 11 als extrem zu bezeichnen sind. Es sollte also unbedingt an ausreichend Sonnenschutz gedacht werden, wobei helle Typen und Kinder natürlich besonders gefährdet sind.

Die kältesten Monate sind Januar und Februar: In diesen Monaten beträgt die durchschnittliche Temperatur angenehme 22 °C. Zudem herrscht im Winter Trockenzeit. Die Temperaturen können jedoch recht stark fallen (siehe Kaltfront). Wie beschrieben muss daher damit gerechnet werden, dass es regelmäßig vorkommt, dass es zu kalt zum Baden wird - besonders an der Nordküste.

Frente Frio: Bei unter 20 Grad werden auch Vierbeiner vor der bitteren Kälte geschützt

Eine beste Reisezeit gibt es bei Reisen nach Kuba also in dem Sinne nicht. Je nach Reisekonzept und körperlichen Leistungsvermögen lässt sich das Land immer gut bereisen.

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Regenzeit

Die Regenzeit ist die Periode der warmen Sommermonate von Mai bis Ende Oktober. In diesem Zeitraum kommt es fast täglich, besonders Nachmittags nach den heißen Mittagsstunden, zu Regenfällen (tropischer Zenitalregen). Meistens gestalten diese sich als kurze und heftige bis sehr starke Regenschauer. Halten die Wolkenbrüche ausreichend lange an, bringen sie eine wohltuende Erfrischung. Bei Starkregen kommt es regelmäßig zu Überschwemmungen. Mehrere Tage anhaltender Dauerregen kommt vor, ist jedoch recht selten. Statistisch gibt es die meisten Regentage im Oktober.

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Die Hurrikanzeit in Kuba

Die Wirbelsturm-Saison in der Karibik ist der Zeitraum August bis November, nachdem sich im Sommer das Meereswasser und die Luftschichten ausreichend aufgeheizt haben. Die Stürme nähren sich durch die Energie des verdunstenden Meeres. Durch die Erdrotation entsteht der typische Wirbel, der sich immer weiter intensiviert, solange die Bedingungen es zulassen.

Schwere Wirbelstürme können sich über hunderte Kilometer ausdehnen und über dem Ozean bis zu zwei Wochen bestehen bleiben. Treffen sie auf Land, entstehen nicht selten auf tausenden von Quadratkilometern katastrophale Schäden. Die Verwüstungen resultieren nicht nur aus den hohen Windgeschwindigkeiten, sondern auch aus den enormen Regenmassen, die zu meterhohen Überschwemmungen führen können. Entsprechend ihrer Stärke werden die Wirbelstürme auf einer Skala in Klassen von 1 bis 5 kategorisiert. Zur höchsten Kategorie 5 zählt ein Hurrikan, wenn die Windgeschwindigkeit über 280 km/h erreicht.

Die gute Nachricht ist, dass diese fatalen Stürme nur alle paar Jahre vorkommen. Historisch waren die gefährlichsten Monate auf Kuba Oktober (40 registrierte Hurrikane), September (34), August (17) und November (10). Der letzte schwere Hurrikan traf das Land im September 2017. Der Wirbelsturm Irma (Kategorie 5) verwüstete unter anderem einige Cayos und überflutete Teile Havannas. Landesweit kam es zu zehn Toten, davon sieben in Havanna.

Was wenn es zu einem Hurrikan kommen sollte?

Da sich die Entstehung der Tropenstürme üblicherweise relativ gut beobachten lässt, werden gefährdete Gebiete rechtzeitig evakuiert. Wer sich in sicheren Gebäuden aufhält, ist in der Regel nicht in Gefahr. Es muss jedoch mit über Tage anhaltenden Stromausfällen (größere Hotels verfügen über Notstromaggregate), Einschränkungen in der Telekommunikation und unpassierbaren Straßen gerechnet werden. Flughäfen können so stark beschädigt sein, dass der Flugverkehr eingestellt werden muss.

Die Wiederherstellung der Infrastruktur in touristischen Regionen erfährt Priorität. Insgesamt ist das kubanische Krisenmanagement im Vergleich zu den Nachbarstaaten vorbildlich.

Kommt es vor Beginn der Reise zu einem Hurrikan, ermöglichen die Veranstalter häufig kostenlose Umbuchungen oder lassen Stornierungen zu. Ist die Lage vor Ort besonders dramatisch, können Pauschalurlauber Reisen wegen erheblicher Schlechtleistung kündigen. Bei Pauschalreisen ist der Veranstalter angehalten Urlauber umgehend auszufliegen.

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Kaltfront in der Karibik: »Frente Frio«

Reiseveranstalter werben gerne damit, dass in Kuba das ganze Jahr Badewetter herrsche. In der Tat sorgt das tropische Klima dafür, dass es auf der Insel so gut wie nie richtig kalt wird. Aber eben nur so gut wie, denn im Winter kommt es regelmäßig zu kühlen Tagen. Kubaner bezeichnen die aus dem Norden kommende kalte Luft als »Frente Frio« - also als Kaltfront. Diese Kaltfronten kommen praktisch jeden Winter vor, durchaus auch mehrere Male. Wer Pech hat, kann im Zeitraum Dezember bis Januar eine über eine Woche andauernde Kaltfront erleben.

Kaltfront in Varadero (Januar 2020)

Kommt eine Kaltfront, weht an der Küste häufig ein kühler Wind. Besonders an der westlichen Nordküste, also etwa in Varadero oder Havanna, lässt sich dann kaum Baden, denn dort fallen die Temperaturen am stärksten. Nachts sinkt das Thermometer manchmal gar unter 10 Grad.

Im Südwesten der Insel bleibt es in der Regel wärmer. Wer im Winter eine Badewetter-Garantie möchte, sollte besser im Süden oder Südosten - etwa in Guardalavaca - Urlaub machen, denn die kalten Nordwinde erreichen diese Gebiete nur sehr selten.

Kaltfront über Havanna (Januar 2018)

Auch bei Rundreisen hat die Kaltfront eine Wirkung auf das öffentliche Leben. Während die meistens vorherrschende Hitze die Menschen ins Freie treibt und sich dort ein wichtiger Teil des Lebens abspielt (besonders Nachts und in Havanna), wirken Städte während einer Kaltfront wie ausgestorben. Kubaner sind kälteempfindlich, wird es kalt, verweilen sie lieber in ihren Wohnungen. Sinkt das Thermometer unter 20 Grad, werden nicht selten bereits dicke Jacken, Mützen oder gar Handschuhe ausgepackt.

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Zeitverschiebung & Tageszeiten

Kuba verfügt auf dem gesamten Staatsgebiet über die gleiche Zeitzone (MEZ minus 6 Stunden). Die Zeitverschiebung beträgt also minus sechs Stunden. Kuba stellt Winter- und Sommerzeit entsprechend der amerikanischen Daten um. Dadurch kommt es im März und Ende Oktober zu einer Abweichung, da die Zeitumstellung eine Woche später erfolgt.

Die längsten Tage gibt es im Monat Juni mit gut 13 Stunden (7 bis 20:30 Uhr), die kürzesten im Dezember mit knapp 11 Stunden (7 bis 18 Uhr). Im Winter wird es also gut zwei Stunden früher dunkel.

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Klimatabelle

Der wärmste Monat ist der August mit 27,5 °C Durchschnittstemperatur. Am kühlsten ist hingegen der Januar mit durchschnittlich 22,5 °C.  Der feuchteste Monat ist der Juni mit 191 mm Niederschlag. Am trockensten ist der Dezember mit 38 mm durchschnittlichem Niederschlag.

Den detaillierten monatlichen Überblick entnimmt man dem Klimadiagramm.

Temperatur max (ºC)Temperatur mín (ºC)Regentage (mm)Wasser (°C)
Januar27.717.56 (46)25
Februar28.517.75   (48)24
März29.418.66   (54)25
April30.519.86   (65)26
Mai31.421.612 (151)27
Juni31.922.914 (183)27
Juli32.723.013 (132)28
August32.823.014 (155)28
September32.022.816 (195)28
Oktober30.922.013 (149)28
November29.220.49   (76)27
Dezember28.118.77   (43)27

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